Exkursion des 10. Jahrgangs Violett nach Sachsenhausen

Am 10. Januar 2023 hat der 10. Jahrgang des Teams Violett mit Frau Herian-Kosanke und Frau Wallin die Gedenkstätte Sachsenhausen besucht und im Anschluss den jüngeren Mitschüler*innen von der Exkursion berichtet. Die zentrale Erkenntnis der Schüler*innen war: Es ist wichtig, dass wir die Gedenkstätte besucht haben, damit wir aus der Geschichte lernen können und sich die NS-Zeit nicht wiederholt. 

Die Schüler*innen waren schockiert von der massenhaften Tötung Unschuldiger im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen, die bei der Führung eindrücklich beschrieben wurde. Aufgrund der bestehenden Corona-Maßnahmen konnten wir leider die Ausstellungen nicht besuchen, jedoch durften wir in eine der rekonstruierten Baracken hinein, in der sich die entsetzliche Ansicht der schmalen, eng aneinander stehenden Betten ohne Matratzen den Schüler*innen bot. Auch fanden die Schüler*innen die geringe Essensversorgung erschreckend. 

Es interessierten sich viele der Schüler*innen besonders für die gescheiterten Fluchtversuche von Häftlingen aus dem Konzentrationslager und die Frage, inwieweit die Bewohner*innen Oranienburgs von dem Konzentrationslager in ihrer direkten Nachbarschaft wussten. 

Diese lehrreiche und gelungene Exkursion werden wir sicherlich auch im nächsten Schuljahr mit dem neuen 10. Jahrgang wiederholen. 
 
Text: C. Wallin, Bilder: C. Wallin / S. Herian-Kosanke

Mit Gesang in die Weihnachtsferien

Unser Weihnachtsbasar 2022

Es war einfach nur schön! Was für eine tolle Stimmung, ob an den Ständen, an der Feuerschale, im Foyer oder in der überfüllten Aula, in der das beindruckende Weihnachtsstück der Willkommensklassen und die Tänzerinnen mit ihren professionellen Auftritten alle Zuschauer*innen begeisterten.

Man hatte das Gefühl, halb Spandau hatte sich den Weg in unsere Schule gemacht. Nicht nur ehemalige Kolleg*innen und Schüler*innen, auch zahlreiche Eltern sowie Nachbarn kamen und zeigten sich begeistert. Das Staunen war nicht nur bei mir groß über die Angebote an den Ständen. Neben den vielen Köstlichkeiten wurden eigens erstellte, sehr beindruckende Kunstwerke von den Klassen angeboten. Die Schüler*innen zeigten außerordentlich Freude beim Verkauf Ihrer Produkte, dabei konnte so manches Verkaufstalent entdeckt werden.

Ich freue mich außerordentlich, dass es in diesem Jahr wieder gelungen ist, einen Weihnachtsbasar (und dann noch mit einem derartigen Erfolg) durchzuführen. Ich möchte mich bei allen Kolleg*innen, Schüler*innen und den Mitgliedern des Vorstandes des Förderverein ganz herzlich bedanken, die zu dem überragenden Gelingen des Weihnachtsbasares beigetragen haben.

Mein ganz besonderer Dank gilt den federführenden Organisator*innen Herrn Zepernick und Frau Leipacher sowie den besonders engagierten Unterstützer*innen Frau Blumenroth, Herrn Naujoks und Frau Doese.

Eine überaus glückliche Schulleiterin verließ am Freitag die Schule.

Text: B. Faak, Bilder: I. Gozzelino

Anmeldung für die Oberstufe: 7.2.-31.3.2023

Liebe Erziehungsberechtigte, liebe Schülerinnen und Schüler,

vielen Dank für Ihr/dein Interesse an der Heinrich-Böll-Oberschule in Berlin-Spandau.

Auch im kommenden Schuljahr stellen wir einen Teil unserer Plätze im 11. Jahrgang wieder Schülerinnen und Schülern zur Verfügung, die in die gymnasiale Oberstufe an der Heinrich-Böll-Oberschule wechseln möchten. An unserer Schule kann das Abitur sowohl in 2 wie auch in 3 Jahren abgelegt werden. Somit können auch Schülerinnen und Schüler, die am Gymnasium die Berechtigung für die gymnasiale Oberstufe erworben haben, zu uns in die zwei- oder dreijährige Oberstufe wechseln.

Anmeldungen für die Einführungsphase (11. Jahrgang) und die Qualifikationsphase zum Schuljahr 2023/24 sind im Zeitraum 7.2.–31.3.2023 im Rahmen eines persönlichen Bewerbergespräches möglich. Bitte melden Sie sich (unter Angabe einer Rückrufnummer) bei der zuständigen Oberstufenkoordinatorin Frau Borth: c.borth[at]archiv.boell-schule.de oder im Sekretariat (030/2757856-0 oder -11) für die Vereinbarung eines Termins für dieses Anmeldegespräch.

Wir planen derzeit eine Informationsveranstaltung zum künftigen 11. Jahrgang am Di, 21.2.2023, um 18.00 Uhr, die wir interessierten Eltern und Schülerinnen bzw. Schülern v. a. anderer Schulen sehr empfehlen und bei der wir Sie/dich gerne begrüßen würden. Nähere Informationen finden Sie auch zeitnah auf unserer Homepage.

Für das Bewerbergespräch werden die folgenden Unterlagen benötigt:
1. Kopien der letzten drei Zeugnisse (einschl. Arbeits- und Sozialverhalten im 10. Jg.)
2. ausgefüllter Kurswahlbogen für die Einführungsphase
3. Original-EALS-Bogen (u.a. mit Angabe des Erstwunsches, ggf. des Zweitwunsches), der von der aktuell besuchten Schule ausgestellt wird
4. Kopie der Geburtsurkunde zur Vorlage

Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass die Anmeldung für die Oberstufe der HBO noch keine Zusage darstellt. Das MSA-Zeugnis mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe benötigen wir bis spätestens Do, 13. Juli 2023. Dieses muss persönlich im Oberstufensekretariat vorgelegt werden, ebenso der vorgeschriebene Nachweis über die Masernschutzimpfung (z.B. Impfpass).

Frau Borth
(Oberstufenkoordination der Heinrich-Böll-Oberschule)

Kurs „Debating“ im Bundestag – ein Bericht 

Zum Semesterabschluss im Dezember 2022 besuchte der Kurs “Debating” gemeinsam mit Frau Behrendt den Bundestag. Dort sollten die Schüler*innen einen Eindruck von einer politischen Debatte erhalten.  

  

Der Tag der Exkursion war sehr kalt, was tatsächlich unangenehm war, weil wir 45 Minuten vor Beginn der Debatte anwesend sein mussten und einen Moment draußen ausharrten.  

Als wir hineingelassen wurden, bekamen wir ein grünes Besucherkärtchen mit einem Schlüsselband, das wir uns jeweils umhängten. Plötzlich wurde die Sache sehr offiziell und wir wurden, ähnlich wie am Flughafen, nach Waffen und verdächtigen Gegenständen durchsucht.   

Anschließend sammelten wir uns in einem kleinen Vorraum – die Aufregung stieg.   

Schließlich durften wir mit einer weiteren Gruppe in den Bundestag eintreten.   

Oben angekommen wurden wir belehrt, unsere Handys auszuschalten, Taschen und Jacken abzugeben. Schließlich informierte uns ein Mitarbeiter noch über das Thema der Debatte und über die Verteilung der Sitze im Parlament. Ein wenig Überraschung bot der Sitzungssaal, der in den Schulbüchern und auch im Fernsehen viel größer aussieht, als er wirklich ist.   

Während wir auf die Tribüne traten, führte man im Saal noch einige schnelle Abstimmungen durch. Den Vorsitz hatte an diesem Tag Frau Göring-Eckardt. Anschließend ging die Debatte los. Im Hinblick auf die Debattenorganisation haben wir gelernt, dass die Redezeit entsprechend der Sitze vergeben wird. Wie diese Redezeit aufgeteilt wird, liegt dann bei der Fraktion. Beispielsweise könnten bei 10 Minuten Redezeit 10 Politiker*innen eine Minute sprechen, oder eben nur einer 10 Minuten. Die meisten Parteien verteilten ihre Redezeit aber auf mehrere Redner*innen.   

Das Debattenthema drehte sich um die schnellere Einbürgerung in Deutschland. Dieses Thema ist sehr emotional behaftet, was auch in der Debatte deutlich wurde. Viele Zwischenrufe oder auch lautes Klatschen hoben Positionen hervor oder sollten die Reden stören. Dies wich doch erheblich von unserer doch bisher sehr strukturiert praktizierten Debatte ab, sorgte aber für Faszination und Begeisterung unter den Schüler*innen.   

Wir durften der Debatte eine Stunde beiwohnen. Bei der Auswertung im Nachhinein haben wir noch einmal die Thematik inhaltlich beleuchtet, und aber vor allem die Debattenstruktur bewundert.  
Politische Reden wirken anders als eine reglementierte Debatte, unser nächstes Ziel ist also politische Reden zu analysieren und selbst entsprechende Reden zu verfassen. Ob es uns gelingt, genauso überzeigend zu sein, wie den Politiker*innen im Bundestag?   

Text: L. Behrendt  
Foto: pixaby 

Exkursion der Grundkurse Politikwissenschaft (Q1) ins Berliner Abgeordnetenhaus 

Am 15. Dezember 2022 machten sich die Schüler*innen der PW-Grundkurse des ersten Semesters von Herrn Karallus, Frau Lawrenz und Frau Wallin auf den Weg in das Berliner Abgeordnetenhaus. Passend zum Semesterthema „Demokratie – gestern, heute, morgen in Theorie und Praxis“ durften die Kurse von der Tribüne aus an einer Plenarsitzung teilnehmen und die Berliner Landespolitik live miterleben. 

In zwei Gruppen besuchten die Kurse den Sitzungstag. Nach einem ausführlichen Sicherheitscheck ging es los: Die erste Gruppe betrat den Sitzungssaal in den letzten Zügen der Fragerunde. Berlins Regierende Bürgermeisterin stellte sich da den Fragen der Abgeordneten zum Umgang des Landes Berlin mit den Hinrichtungen von Demonstrant*innen im Iran. Die Schüler*innen waren sichtlich beeindruckt von der Thematik und den klaren Regeln der Fragerunde. 

Im Anschluss stellten alle Parteien ihre Position zu einem Gesetzentwurf zur finanziellen Entlastung von Auszubildenden in Gesundheitsberufen vor. In den Redebeiträgen wurde neben den inhaltlichen Argumenten und dem rhetorischen Geschick der Abgeordneten auch der kommende Wahlkampf deutlich. 

Die zweite Gruppe konnte die Diskussion zu zwei Gesetzentwürfen erleben: Zuerst ging es um die Frage, ob die Finanzmittel für ordnungsbehördliche Bestattungen erhöht werden sollen, um auch Verstorbenen ohne Angehörige eine würdevolle Bestattung zu ermöglichen. Die Debatte beeindruckte die Schüler*innen in Ihrer Ernsthaftigkeit.  

Anschließend ging es um zwei Gesetzentwürfe zur Regulierung der Abstellung von E-Rollern – ein Thema aus dem Alltag der Schüler*innen, das nicht nur von den Abgeordneten der verschiedenen Parteien, sondern auch bei der anschließenden Auswertung der Exkursion im PW-Unterricht intensiv diskutiert wurde. 

Von C. Lawrenz und C. Wallin 
Foto. C. Lawrenz

Wandertag „Museum“

Am 16. November fand der 2. Wandertag „Museum“ statt. Anbei einige Eindrücke.

Bewerbertag 2022

In diesem Jahr feierten wir ein Jubiläum: Am 16. November 2022 fand in unserer Schule für alle Schüler*innen des 10. Jahrganges bereits zum 10. Mal der „Bewerbertag“ statt. 
  

Dazu begrüßten wir als Gäste in unserer Schule oder digital in Videokonferenzen Vertreter*innen aus vielen namhaften Betrieben wie Hotel Albrechtshof, Vattenfall, Deichmann, Berliner Wasserbetriebe, dm, Bauhaus, Bundespolizei, Bundeswehr, Polizei, Evangelisches Johannesstift und Dachdeckerei Wolfgang Blum.  

An diesem Tag nahmen die Schüler*innen an Bewerbungstrainings teil und erhielten Einblicke in verschiedene Zukunftsperspektiven. Im Anschluss an ihr Gespräch erhielten sie ein Feedback darüber, was ihnen sehr gut gelungen ist, aber auch, in welchen Bereichen noch Verbesserungspotential besteht. Einigen Schüler*innen wurde sogar ein möglicher Ausbildungsplatz in einem dieser Unternehmen in Aussicht gestellt!   

Wir danken allen Beteiligten (vor allem den Betrieben und Casa e.V.) für die erfolgreiche Durchführung dieses Bewerbertages und freuen uns auf den 11. Bewerbertag 2023! 

Text und Foto: S. Bünger 

Tag der offenen Tür am 15.10.2022 – ein Rückblick

Was für ein erfolgreicher Tag! Ca. 500 Besucher*innen haben den Weg zu uns gefunden, in unser schönes neues Schulhaus…

Projektwoche „HateLess HBO“

Mitte September nahmen fünf Teams der Mittelstufe und unser 11. Jahrgang am Projekt „HateLess“ der Uni Potsdam teil. Fünf Tage lang haben sich die Klassen mit dem Thema Hatespeech beschäftigt. Das Ziel war es, die Jugendlichen in Bezug auf dieses Thema zu sensibilisieren, ihnen zu zeigen, welche Personengruppen insbesondere von Hatespeech betroffen sind, wie man die Hassrede von “einfachen” Beleidigungen unterscheiden kann, um somit den Hasskommentaren vorzubeugen.  

Die Schüler*innen setzten sich mit verschiedener Art von Diskriminierung auseinander: Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie, Homo-, Transphobie oder Klassismus. Sie haben die Grenzen der Meinungsfreiheit ausgelotet, um sicher zu erkennen, was man im Rahmen der Meinungsfreiheit sagen darf und was schon Hatespeech ist. Auch über verschiedene Rollenbilder, eigene Vorstellungen sowie Vorurteile wurde diskutiert. Darüber hinaus erfuhren die Schüler*innen, welche Auswirkungen Hassrede auf den Einzelnen haben kann. Indem sie sich in die Lage von verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Deutschland versetzt haben, sahen sie, mit welchen Beeinträchtigungen im Alltag diese Gruppen zu kämpfen haben, welche Benachteiligung sie tagtäglich erleben, um feststellen zu können, dass in Deutschland es viele Menschen gibt, die stark privilegiert sind. Sie haben auch darüber reflektiert, welchen Schaden in solchen Fällen Hatespeech zusätzlich noch ausrichten kann. 

Nicht zuletzt haben die Schüler*innen Ansätze von gewaltfreier Kommunikation kennengelernt und erfahren, dass Zivilcourage notwendig ist, um Betroffene zu unterstützen. In selbstausgedachten Rollenspielen haben sie Möglichkeiten einer Intervention im Falle von Hatespeech erprobt. Die Erweiterung der eigenen Perspektive und mögliche Handlungs-/Lösungsansätze standen dabei im Vordergrund. 

Die Erkenntnisse aus dieser Woche wurden am fünften Tag in individuellen Produkten der Klassen sichtbar. 

Ein Podcast von F. Greulich und D. Schwartz (w2)
Ein Podcast von S. Ahamadi, C. Dittmar, J. Kolcak und J. Köhler (w3)

Text: K. Zimmermann und C. Lawrenz
Fotos: Klassenleitungen