Mobbing: Was könnte der Grund sein?

Als ehemaliges Mobbing-Opfer dachte ich immer, es sei meine Schuld, dass ich gemobbt wurde und dass das, was meine Mobber sagten, wahrscheinlich richtig war. Also habe ich mir immer selbst die Schuld für das gegeben, was passiert ist. Aber nach einigen Jahren wurde mir klar, dass es niemals die Schuld des Opfers ist, für etwas, was man nicht kontrollieren kann. Danach habe ich mich immer gefragt, was einen Menschen zum Mobbing treiben könnte. Und damit machte ich es mir zur Aufgabe herauszufinden, warum jemand einen anderen mobben würde.

Lasst uns also zunächst einmal feststellen, was Mobbing ist. Mobbing ist ein Verhalten, dass mit Kindern auf dem Spielplatz in Verbindung gebracht wird, aber es kann jedem in jedem Alter und überall passieren. Es gibt keine direkte Definition dafür, was Mobbing ist, da es viele Formen hat, aber vereinfacht durch die Organisation „Ditch The Label“ wird es als unerwünschtes Verhalten von einer Person zur anderen angesehen, dessen Ziel es ist, Schaden, Verletzung oder Stress zu verursachen.

Jetzt kommen wir zum Hauptpunkt dieses Artikels: Was sind die Gründe, weswegen jemand eine andere Person mobben würde? Ein Grund könnte sein, dass man selbst unsicher ist und man fokussiert sich auf etwas, das an seinem/ihrem Opfer einzigartig ist, um dadurch neue Unsicherheiten beim Opfer zu schaffen, damit der Mobber sich besser fühlt. Ein weiterer Grund könnte sein, dass der Mobber versucht, ein Gefühl von Macht, Bestimmung und Kontrolle über das Opfer zu erlangen. Vielleicht möchte der Mobber negative Aufmerksamkeit von sich auf jemanden anderen lenken. Oder aber man mobbt in den sozialen Medien, eben um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen. In den sozialen Medien ist es aufgrund der Anonymität noch einfacher, andere zu mobben, da man glaubt, Hass ohne wirkliche Konsequenzen verbreiten zu können.

Darüber hinaus zeigt eine Studie von „Ditch The Label“, dass diejenigen, die Mobbing erlebt haben, eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit haben, andere auch zu mobben. Sie nutzen dies als Abwehrmechanismus, weil sie glauben, dass sie auf diese Weise immun gegen Mobbing werden. Aktuelle Daten zeigen, dass Mobber mit weitaus größerer Wahrscheinlichkeit Stress und Traumata erlebt haben, sodass sie andere schikanieren, um das Trauma zu bewältigen oder Stress abzubauen. Das zeigt, dass manche Menschen einfach nicht wissen, wie sie auf Traumata oder Stress reagieren sollen. Außerdem kann der Mobber ein schwieriges Familienleben haben, vielleicht Gefühle der Ablehnung von ihren Eltern erfahren oder sogar aus einem gewalttätigen Haushalt stammen. Da er nicht besser weiß, beginnt er mit dem Mobbing. Darüber hinaus haben solche Menschen vielleicht das Gefühl, dass ihre Beziehung zu einer Person nicht sicher ist, sodass sie möglicherweise zum Mobbing gedrängt werden, weil die andere Person dies möchte.

Dennoch sind alle oben genannten Gründe keine Entschuldigung für Mobbing. Ja, der Mobber hat vielleicht ein schwieriges Leben oder vielleicht andere Probleme, aber das gibt ihm keinen Grund, auch anderen Menschen das Leben schwer zu machen. Wenn Leute, die mobben, wirklich starke Probleme haben, dann sollten sie wirklich ihre Bewältigungsstrategien überdenken und sich eventuell professionelle Hilfe suchen. Wenn sie aber nur „zum Spaß“ mobben, dann ist das ein anderes Problem, mit dem sie sich auseinandersetzen sollten.

Von: anonym, Bild: Vania Barbara

Cyberbullying – an old deadly problem in the new time

TW: bullying, suicide, and other effects are mentioned

About 15-20% of suicides in Germany are done because of a consequence of bullying. This is an outcome of the researches of the website “Selbstmord nach Mobbing (experto.de)”.

Mental health clinics and psychiatrists are getting overflowed as time passes by. As old as we are, as new are the problems we have to face. Bullying does not only happen in schools, when you are younger, but also in workplaces. It always leaves marks on the victims. Like that is not enough, the opportunity of bullying someone is growing as the world becomes more digitalized.

But what is bullying in the first place and how is it connected to every single person in this world? Why is bullying such a deadly phenomenon?

The word bullying is often used, but what is bullying? Bullying is aggressive behavior, like the internet side ”Take Action: | preventingbullying.promoteprevent.org” describes, in which a person or even a group, who stands in a powerful position abuses one individual to hurt them physically or mentally, sometimes even both.

It is important to have a clear line between conflict and bullying. Bullying includes intentional behavior, repeated behavior, and a power imbalance. It can often be easily seen by an outstanding person, like a teacher or another student. For parents, who see their children only outside of school, it is of course harder to notice.

Cyberbullying is one of the four main types of bullying, next to physical, relational, and verbal bullying. This type of bullying contains to increase as digital media becomes more prevalent in the daily life of everyone. Mostly for kids and teenagers. To keep it clear, cyberbullying is bullying through digital technology, and it also has different forms such as harassment, cyberstalking, exclusion, etc…

As you can see in a chart by “Statista” the number of bullied people has increased nearly by half in 10 years, and it will be higher in some years if we do not stop it.

The most prevelant type of cyberbullying is harassment. Harassment means that for example you are nearly constantly in the middle of many different abusive acts, such as name-calling, being posted on the internet. And we all know, if something is posted on the internet, everybody can see it and it will never be fully deleted. You would feel terrible and so small. As if it is not enough to be bullied in school, not even the home of you, as the victim, can be your safe place anymore because media is in every inch of human lives. This again causes the feeling of being trapped in hell.

Feeling like that leads to symptoms like depression, self-harming, eating disorders, any types of anxiety, and much more which you can read on the website “Mobbing – Folgen | MEDIAN Kliniken (median-kliniken.de)”. In the worst case, people are killing themselves because they do not see any other way of being in peace again.

Any type of bullying is killing people or turning an abused person an into abuser. This creates a chain reaction. People are dying, families and friend groups are destroyed, clinics and doctors are falling behind because there are not enough resources, and our society is falling apart.

Again, bullying is killing people.

That is why I am appealing to you, to stand up for someone that is bullied, and to seek help because it is nothing to be ashamed of.

If there is someone that should be ashamed, that is the person which shows such disgusting behavior.

I know it is hard to speak up for yourself and to ask for help, but I promise it will get better once you do it. You are not weak and you are also not the one that should be blamed.

By Berdil Akgül, picture: Vania Barbara

Cybermobbing – ein altes tödliches Problem in der neuen Zeit

TW: Mobbing, Selbstmord und andere Auswirkungen werden erwähnt

Etwa 15-20% der Selbstmorde in Deutschland sind auf eine Folge von Mobbing zurückzuführen. Dies ist ein Ergebnis der Recherchen der Website „Selbstmord nach Mobbing“ (www.experto.de).

Psychiatrische Kliniken und Praxen werden im Laufe der Zeit immer überfüllter.  Mobbing findet nicht nur in der Schule statt, sondern auch am Arbeitsplatz. Es hinterlässt immer Spuren bei den Opfern. Und als ob das nicht genug wäre, wächst die Möglichkeit, jemanden zu mobben, mit der zunehmenden Digitalisierung der Welt.

Aber was ist Mobbing überhaupt und wie ist es mit jedem einzelnen Menschen auf dieser Welt verbunden? Warum ist Mobbing ein so tödliches Phänomen?

Das Wort Mobbing wird oft verwendet. Es bedeutet ein aggressives Verhalten,
wie es auf der Internetseite von Education Development Center (www.preventingbullying.promoteprevent.org) beschrieben wird, bei dem eine Person oder sogar eine Gruppe, die sich in einer Machtposition befindet, eine weitere Person missbraucht, um sie körperlich oder seelisch zu verletzen, manchmal sogar beides.

Es ist wichtig, eine klare Grenze zwischen Konflikten und Mobbing zu ziehen. Mobbing umfasst absichtliches Verhalten, wiederholtes Verhalten und ein Macht-Ungleichgewicht. Es kann oft leicht von einer außenstehenden Person, wie einem Lehrer oder einem anderen Schüler, erkannt werden. Für Eltern, die ihre Kinder nur außerhalb der Schule sehen, ist es natürlich schwieriger zu erkennen.

Cybermobbing ist eine der vier Hauptarten von Mobbing, neben körperlichem, relationalem und verbalem Mobbing. Diese Art von Mobbing nimmt zu, da die digitalen Medien im täglichen Leben aller Menschen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Vor allem bei Kindern und Teenagern. Um es klar zu sagen: Cybermobbing ist Mobbing mittels digitaler Technologie und es gibt verschiedene Formen wie Belästigung, Cyberstalking, Ausgrenzung usw.

Wie in einer Statistik auf der Webseite „Statista“ zu sehen ist, hat sich die Zahl der gemobbten Personen innerhalb von 10 Jahren fast verdoppelt, und sie wird in einigen Jahren noch höher sein, wenn wir nicht dagegen vorgehen.

Die am weitesten verbreitete Form des Cybermobbings ist die Belästigung. Belästigung bedeutet, dass Sie zum Beispiel fast ständig inmitten vieler verschiedener missbräuchlicher Handlungen sind, wie Beschimpfungen, im Internet gepostet zu werden usw. Und wir alle wissen: Wenn etwas ins Internet gestellt wird, kann es jeder sehen und es wird nie ganz gelöscht. Sie würden sich schrecklich und so klein fühlen. Als ob es nicht schon genug wäre, in der Schule gemobbt zu werden, kann nicht einmal mehr Ihr Zuhause ein sicherer Ort sein, denn die Medien sind in jedem Zentimeter des menschlichen Lebens präsent. Das wiederum führt zu dem Gefühl, in der Hölle gefangen zu sein.

Dieses Gefühl führt zu Symptomen wie Depressionen, Selbstverletzungen, Essstörungen, Angstzuständen aller Art und vielem mehr, was man auf der Website „Mobbing – Folgen | MEDIAN Kliniken“ (www.median-kliniken.de) nachlesen kann. Im schlimmsten Fall bringen sich Menschen um, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, um wieder im Frieden zu leben.

Jede Art von Mobbing tötet Menschen oder macht aus einer misshandelten Person eine misshandelnde Person. Dies löst eine Kettenreaktion aus. Menschen sterben, Familien und Freundeskreise werden zerstört, Kliniken und Ärzte geraten ins Dilemma, nicht genügend Ressourcen zu haben, und unsere Gesellschaft fällt auseinander.

Noch einmal: Mobbing tötet Menschen.

Deshalb appelliere ich an Sie, sich für jemanden einzusetzen, der gemobbt wird, und Hilfe zu suchen, denn das ist nichts, wofür man sich schämen muss.

Wenn es jemanden gibt, der sich schämen sollte, dann ist das die Person, die ein solch widerliches Verhalten an den Tag legt. Ich weiß, dass es schwer ist, für sich selbst einzutreten und um Hilfe zu bitten, aber ich verspreche Ihnen, dass es besser wird, wenn Sie es tun. Sie sind nicht schwach, und Sie sind auch nicht derjenige, der beschuldigt werden sollte.

Von Berdil Akgül, Bild: Vania Barbara

HBO für Erdbebenopfer  

Schockiert von der Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien haben die Schüler*innen aus Team Rot (federführend Rot 4) sich sehr engagiert und binnen kürzester Zeit einen Kaffee- und Kuchenverkauf organisiert, um Spenden für die Erdbebenopfer zu sammeln. Der Verkauf fand während der Bilanz- und Zielgespräche statt, sowie am Dienstag, den 21.02. und Mittwoch, den 22.02. 

Die Einnahmen des Verkaufs in diesen vier Tagen betrugen insgesamt 717,42 Euro und werden an das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen „Aktion Deutschland hilft“ überwiesen. Die Schüler*innen waren sehr stolz auf das Ergebnis und freuten sich, dass sie den Opfern der Katastrophe helfen konnten. Die Idee zum Spendenaufruf kam von Schüler*innen, die selbst Familie und Freunde in den vom Erdbeben betroffenen Regionen haben. 

Die Schülerinnen waren sehr motiviert und organisierten fast alles selbstständig. Auch Eltern und andere Mitglieder der Schulgemeinschaft beteiligten sich an der Aktion und halfen beim Backen und Verkaufen. Die Schüler*innen aus Team Rot haben gezeigt, dass auch kleine Aktionen viel bewirken können. Wir sind sehr stolz auf unsere Schüler*innen und danken ihnen für ihr Engagement und ihre Solidarität! 

Text: A. Zwenihorodska, Bild: pixaby (gemeinfrei)