Kunstprojekte der W2

Das erste Kunstprojekt der Klasse W2 widmete sich dem Thema Comics. Hierzu schauten wir uns unterschiedliche Comics an. Dabei konnten wir feststellen, dass es viele verschiedene Stilrichtungen gibt. Trotz dessen hatten alle Comics Gemeinsamkeiten. So erstellten wir eine Übersicht mit den markanten Merkmalen eines Comics. Auf dieser Grundlage entwickelten die Schülerinnen und Schüler die Charaktere ihrer eigenen Geschichten und fertigten ihre individuellen Comics an.

Im nächsten Thema beschäftigten wir uns mit Fabelwesen. Hierbei wurden durch die Schülerinnen un Schüler fantasievolle Wesen erschaffen. Von bekannten wie Einhörnern und Dachen, zu ganz individuellen und fantasievollen Kreaturen war der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Auch unterschiedliche Fähigkeiten und Techniken konnten die Schülerinnen und Schüler hier trainieren und ihren Mitschülern zeigen.

Text: F. Fremuth / Kunstwerke: Schülerinnen und Schüler der W2

‚Found Poems‘ des bilingualen Geschichtskurses im 10. Jahrgang

Der bilinguale Geschichtskurs des 10. Jahrgangs hat sich mit Tagebucheinträgen und Erinnerungen von Überlebenden des Holocaust beschäftigt, um nicht nur vom Holocaust zu wissen, sondern auch ein wenig zu begreifen, was er bedeutet haben mag.

Aus einem Tagebucheintrag von Hanna Lévy-Hass vom November 1944 sind ‚Found Poems‘ (gefundene Gedichte, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Found_Poem) entstanden. Die Schüler*innen haben Satzteile, Wörter und ganze Sätze aus dem Tagebucheintrag gewählt, die sie besonders eindrücklich fanden, und diese als Gedicht zusammengestellt.

Die Gedichte geben einen Eindruck davon, was für die Schüler*innen die wichtigsten Aspekte des Originaltextes sind: Es sind kraftvolle, traurige, widerständige, hoffnungslose und hoffnungsvolle Gedichte, die sowohl den Schrecken der Konzentrationslager als auch die Kraft der menschlichen Seele zeigen und den Tagebucheintrag auf vielfältige Art neu interpretieren.

Text von Almuth Heck / Bild: A. Toll, 11. Jahrgang


Our existence has something cruel,

beastly about it.

Every human is reduced to zero

memories of beauty are erased

the brain is as if paralyzed.

We have not died, but we are dead.

Everything is expunged from my mind

in spite of everything, my work with the children continues.

It was decided in the camp that Saturdays will be devoted to children’s entertainment: singing solo or in chorus, small theatrical productions.

I collect and write down the material for these performances based on the children’s memories and my own.

So they begin to invent lines, to rhyme, to create texts –

I can clearly sense coming from the children’s soul.

They take my lead.

They get excited.

They want to live, they want to rejoice.

P.U., February 2021


Human dignity taken away

Our dignity was taken away from us.

Our dreams have disappeared.

Memories of beauty were erased.

Freedom was all we wanted.

We have not died, but we are dead.

We were killed inside.

We had nowhere to go.

Humans were killed like animals.

Death was no longer scary.

A.A., February 2021


I press my imagination, but nothing comes

we were still somewhat connected to our past lives

So, we begin to invent lines

to invoke our distant homeland, glorious and heroic

I would love to feel something pleasant, aesthetic

Maybe it was poetic

M.C., February 2021


Resistance to intolerance

Religious Intolerance, 
cling desperately to every chance.  
Existence has something cruel. 
It was decided 
We have not died, but we are dead. 
Managed to kill children not only the right.  
The right to a future life 
Everything human is reduced to zero. 
Saturdays will be entertainment, 
in the camp.  
Given the total lack of books, 
to invent lines, 
to rhyme, 
to create texts 
that affect  
us deeply, as a basic feeling of human dignity, 
to invoke our distant homeland.

O.A., February 2021


The brains are as if paralyzed,

but now I have realized,

that this time was terrible,

for body and brain

they have not died,

but after all this time

it is right to say

they were dead

They want to remember

the good things of their lives,

but I would say

their minds are blank.

C.N., February 2021


The freedom that can’t be taken away

We are humans and have dignity

But not having the right of it is unpleasant,

In a few years our experience will be aesthetic,

It will also be awakening,

No one treats us tender,

And no one is interested in our feelings,

Our reality is not like our imagination,

Our reality is cruel,

We soon will be expunged,

We all know that internally,

Everyone says “What heartbreak!”, but no one helps

But the only thing I think about is “Memories of beauty are erased”

Remember my words, I say “We have not died, but we are dead.”K.M, D.G., L.K., February 2021

Exkursion durch die Geschichte der UNO im Amtssitz in Wien

Es ist der 04.03.2021 Punkt 9:00 Uhr und Vladislav Belin, der heutige Tour Guide, beginnt unsere, für mich persönlich erste, digitale Exkursion durch die Geschichte der UNO und dem Amtssitzgebäude in Wien.

Die Präsentation beginnt mit einer kurzen Wiederholung zur Geschichte der UNO, welche 1945 nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurde. Anschließend werden die vier Amtssitze der UNO vertreten in New York, Wien, Nairobi und Genf vorgestellt. Danach hat uns der Tour Guide David die ,,UNO-City“, den Amtssitz in Wien, kurz und knapp in einem Video vorgestellt und ist dabei auf die Bedeutung und Aufgaben der einzelnen Gebäude und auch auf die Anordnung der Flaggen vor den Gebäuden eingegangen.

Um die Stimmung zunächst etwas auflockern zu können, schlägt Vladislav uns ein Spiel vor, bei dem der Kurs Flaggennamen erraten solle, nachdem uns Flaggen einzelner Mitglieder der UNO auf dem Bildschirm gezeigt werden. Dort kann ich dann mein Wissen in Geografie zufriedenstellend unter Beweis stellen.

Nach dem Spiel werden die sogenannten ,,17 Ziele“ der UNO vorgestellt, die geplant bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen, um die Welt nachhaltiger gestalten zu können. Ziele sind beispielsweise die Hungersnotbekämpfung, das Reduzieren von Ungleichheiten auf der ganzen Welt oder auch Maßnahmen zur Förderung des Klimaschutzes.

Da in Wien auch viele Konferenzen von Delegierten und Vorsitzenden abgehalten werden, wird uns vom Tour Guide Salwa in einem Video der Konferenzsaal vorgestellt. Dort werden uns Orte wie die Sitze der Sprecher und auch Dolmetscherräume gezeigt. Außerdem werden Konferenzen nur in sechs bestimmten Sprachen abgehalten, diese sind Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch.

Anschließend werden uns die in Wien ansässigen Organisationen und ihre zuständigen Aufgaben und Bereiche vorgestellt, unter diesen sind z.B. die UNODC (das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung), die UNIDO (Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung), die CTBTO (der Vertrag über ein umfassendes Verbot von Nuklearversuchen), die UNOOSA (Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen) oder auch die IAEA (die Internationale Atomenergie-Organisation). Die UNODC beschäftigt sich beispielsweise mit der Bekämpfung von Drogenkartellen, die in ärmeren Ländern Bauern zwingen, Drogen anzubauen, um sie dann weiterverkaufen zu können. Alle Organisationen beschäftigen sich grundlegend mit den „17 Zielen“ der UNO, die man auch auf ihrer Webseite einsehen kann.

Danach wurde uns vom Tour Guide Yiting in einem letzten Video noch einmal das Innere des „Vienna International Centers’“ gezeigt. Der Name „UNO-City’“ wird seinem Namen nach dem Video auch gerecht, da sie tatsächlich wie eine kleine Stadt aufgebaut ist und sogar ihre eigene Apotheke und Feuerwehrstelle hat. Am Ende wird uns dann noch einmal das Team vorgestellt und man hat uns gestattet, weitere Fragen zum digitalen Exkurs oder auch persönliche, die uns noch interessieren, zu stellen.

Letztendlich muss ich sagen, dass die Exkursion, auch wenn sie bedingt durch die momentane Lage nur digital stattfand, eine sehr interessante Erfahrung gewesen ist und ich würde die ,,UNO-City“ in Wien gerne einmal persönlich besuchen und besichtigen wollen.

Text von B.A./ 4. Semester (GK PW Frau Heck), Bild von C. Wallin

Baustellenupdate

Heute gibt es neue Fotos von unserer Baustelle im Sonnenschein. Wir sind gespannt, was der Frühling bringt!



Fotos: B.Faak und C.Bubser